Fernsehen

By cherti

Oh Mann, Fernsehen ist echt eine tolle Sache. Man setzt sich vor das Ding und Bumm, man ist in Trance. Die Außenwelt reduziert sich zu diesem einen Punkt in Deinem Sichtfeld. Licht hatte schon immer eine faszinierende Wirkung auf Menschen. Die Sonne wurde früher als Gott verehrt, sagt Mann. Heute ist es der Ferseher.

Ich habs ja schon immer gewusst aber, ein Produzent bestätigt es, Fernsehen wirkt wie Heroin. Was nicht nur metaphorisch gemeint ist. Wenn man vor der Glotze hängt, kommt man nicht los, nur Umschalten, zack ein neuer Film, neue Emotionen, die sich seinen Weg durch unseren Hypothalamus suchen und noch mehr Bilder und Klänge, die uns fremd sind.

Leute, die schon über 6 Stunden fernsehen davon dann gegen ihren Willen weg zu bekommen ist fast unmöglich. Warum sollte man das auch freiwillig tun. Nach so einem Marathon ist der Geist völlig leer und mit dem Abschalten der Röhre fängt das unbequeme Denken wieder an.

Während der Meditation schaltet man genauso ab. Die Intensität der Thetawellen im Hirn verstärkt sich und man “schwebt” regelrecht, wenn man den Zustand der Gedankenleere erreicht hat. Der Nachteil beim Fernsehen ist der Dauerbeschuss unserer Bedürfnispyramide mit Emotionen. Ständig mit präzisen 30 Halbbildern in der Sekunde wird unser Gehirn mit Fiktion und Werbung voll gepackt.

Nach so einer Dosis Fernsehmüll muss sich der Organismus von den Strapazen erholen. Am besten mit Schlaf, ach was solls ich liege ja grade hier, dann schau ich auch noch den Mitternachtfilm. Prost Mahlzeit.

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